Verantwortung übernehmen –
die ehrenamtliche Arbeit in der LSG.

»Erfahrung macht klug« – auf dieses Sprichwort baut im Wesentlichen die Übernahme von Tätigkeiten durch unsere Mitglieder auf. Ganz gleich ob im Flugbetrieb oder in der Vereinsführung, wenn jemand in unserem Verein – in der Regel sehr gerne – ein Ehrenamt aufnimmt, hat er zu entscheiden- sei es nun ob er schnell oder langsam ein Vereinsfahrzeug bewegt, sich über die finanzielle Zukunft unseres Vereins Gedanken macht oder als Fluglehrer die Verantwortung über den ersten Alleinflug eines Schülers übernimmt.

Aus dem Grundsatz wird ersichtlich, dass unsere Mitglieder meist mehrere Ämter durchlaufen haben, ehe ihnen eine Position mit hoher Verantwortung übertragen wird. Dadurch verfügen sie über die nötigen Einblicke in die Abläufe im Verein und können aufbauend auf ihren Erfahrungen neue Entscheidungen treffen.

Im folgenden seien nun die Stationen eines Vereinsmitglieds aufgelistet.

Kommt jemand neu zu uns in den Verein, so muss er sich zunächst in den Ablauf auf unserem Platz einfügen können. Man lernt, an welchen Orten man sich während des Flugbetriebs aufhalten kann und wo Gefahr drohen könnte. Die ersten Tätigkeiten beschäftigen sich mit Start und Landung der Flugzeuge: Der Starthelfer und der Rückholer kümmern sich um die sichere Bewegung der Flugzeuge am Boden. Mit wachsender Erfahrung über den Flugbetrieb wird man als Lepofahrer eingewiesen. Der Lepofahrer (Lepo=opeL…..) übernimmt das vorsichtige Ausziehen der Seile, wenn gerade keine Landungen erfolgen und alle Seile eingezogen worden sind. Vor allem für diejenigen, die ihren Führerschein noch vor sich haben, ist diese Funktion sehr interessant und wird’s stets gerne von jüngeren übernommen.

Wurde man in die Handhabung des Funkverkehrs eingewiesen und hat seine Flugfunklizenz erworben, übernimmt man die Aufgabe des Startleiters. Startleiter haben die Aufgabe, beim Start eines Flugzeugs die Signale des Starthelfers nach festen Regeln an den Windenfahrer weiterzugeben und bei Zwischenfällen den Startablauf anzuhalten. Sie erfassen außerdem die Starts in einem zentralen Flugbuch und übernehmen Informationsdienste über den Flugfunk.

Piloten, die ihre Fluglizenz erworben haben werden bei Bedarf als Windenfahrer ausgebildet. Windenfahrer werden in einer mehrwöchigen Ausbildung zunächst in rechtliche, dann in technische und schließlich in praktische Aspekte des Windenbetriebs eingewiesen und führen nach einer Prüfung durch den Ausbildungsleiter die Windenstarts eigenverantwortlich durch. Sie müssen genau wie die Piloten ständig reaktionsbereit sein und bei Zwischenfällen sofort die richtigen Maßnahmen ergreifen, da in einer solchen Situation das weitere Schicksal des Piloten von ihren Handlungen abhängt. Erfahrene Windenfahrer genießen im Verein meist hohe Anerkennung, da sie bei guten Wetterlagen maßgeblich verantwortlich für einen zügigen und sicheren Ablauf des Startbetriebs mit guten Ausklinkhöhen für die Piloten sind.

In diesem Erfahrungsbereich werden auch viele Windenfahrer vom Vorstand angesprochen, sich zum Flugleiter weiterzubilden und somit die Verantwortung für den gesamten Flugbetrieb am Platz zu übernehmen. Flugleiter sind als Vertreter des Vorstands weisungsberechtigt und übernehmen die richtige Koordination des Flugbetriebs. Bei Gefahren und Unfällen ist es ihre Aufgabe, die Information und Anweisung der Piloten, der am Flugbetrieb beteiligten Vereinsmitglieder und bei Bedarf auch der Öffentlichkeit zu übernehmen. Vor Beginn des Flugbetriebs halten sie eine Flugbetriebsbesprechung durch, auf der alle Relevanten Details des Flugtages abgesprochen werden. Insbesondere der richtigen Interbretation der Wetterlage und damit verbundenen Gefahren kommt dabei eine wichtige Bedeutung zu.

Alternativ können sich Mitglieder, die sich vor allem aus fliegerischer Sicht einen Namen gemacht haben, zum Fluglehrer weiterbilden lassen. Die Tätigkeiten des Fluglehrers gliedern sich in theoretische und praktische Aspekte und sollen hier nicht weiter erläutert werden, es versteht sich jedoch, dass ein Fluglehrer im Bezug auf seine Handlungen, zum Beispiel beim ersten Alleinflug eines Flugschülers, neben einer hohen rechtlichen auch eine hohe moralische Verantwortung tragen.

Parallel zum Geschehen am Flugbetrieb finden sich solche Verantwortungs-werdegänge auch im technischen Bereich in der Werkstatt, im Bereich der Sicherheitsgeräte für die Piloten, in etwa der Fallschirme (Fallschirmpacker) , und im Bereich des Vorstands.

Alles in allem bleibt zu allen diesen Tätigkeiten zu sagen, dass jeder in unserem Verein je nach können gerne Verantwortungen aufnimmt, und dass sich gerade unsere Jugendlichen durch ihr Übernehmen von Verantwortung zu starken Persönlichkeiten mit klarem Entscheidungsdenken entwickeln.