Das Fliegerlager – was ist das eigentlich?Wie die Flugplatzfete, so gehört auch das Fliegerlager zum jährlichen Ablauf, und ist auch genauso unentbehrlich für den Verein. Zwei Wochen Fliegen am Stück bedeutet nicht nur Spaß für alle Piloten und Streckenflieger, sondern besonders für die Flugschüler ist das Fliegerlager von großer Bedeutung. Sie haben hier Zeit genug um die letzten entscheidenden Schritte vor dem Alleinflug zu absolvieren, können unter einfacheren Bedingungen fliegen, als sie unser Hildener Flugplatz hergibt, und machen somit große Fortschritte in ihrer Fliegerlaufbahn. Das Ziel: PirnaEs ist sechs Uhr morgens. Langsam werden mit einem rumpelnden Geräusch die Hallentore aufgeschoben. Verschlafen tauchen aus dem Dunkel neun Anhängerkupplungen auf, Ihre Hälse gen Morgensonne gerichtet, bereit für eine achtstündige Fahrt nach...Ja, wohin eigentlich? Pirna! Pirna? Ein kleines Städtchen mit großer Historie, direkt neben Dresden, dem Elb-Florenz.
Mittendrin ein kleiner Flugplatz, 1200m Schlepp- und Landestrecke, Ausklinkhöhen von 450m und freies Gelände ringsherum, das sind Werte, von denen man in Hilden nur träumen kann. Doch diese nüchternen Fakten werden der wunderbaren Landschaft rund um Pirna, die nicht nur zu fliegerischen Aktivitäten einlädt, kaum gerecht. Das Elb-Sandstein-Gebirge liegt nur wenige Flugminuten entfernt und überzeugt mit einer tollen Kulisse und besten thermischen Bedingungen, die die Gegend auch für Streckenflüge interessant macht. Zwei Wochen Flugbetrieb......bieten für Schüler und Streckenflieger gleichermaßen gute Bedingungen. Der komplette Flugbetrieb wird einfach von Hilden nach Pirna verlegt, mit allen Flugzeugen und fast allen Vereinsmitgliedern. Geflogen wird von morgens bis abends. Der Tag beginnt bei einem gemeinsamen Frühstück im Vereinszelt, direkt am Platz und neben den Flugzeugen. Man unterhält sich über das Wetter, über geplante Tagesausflüge oder über die Größe der Strecke, die es zu erfliegen gilt. So helfen tagsüber fast 60 Mitglieder beim Flugbetrieb. Die doppelsitzigen Flugschüler können sich täglich durch viele Starts dem Alleinfliegen näherbringen, oder bei ein- bis zweistündigen Flügen mit dem Fluglehrer Ihr fliegerisches Geschick mit der Thermik messen. Auch die bereits alleine fliegenden Schüler haben Dank aller mitgenommener Flugzeuge die Gelegenheit, Flugstunden zu sammeln. Die Streckenflieger werden an thermisch guten Tagen schon morgens vor den Schulungsflügen losgeschickt, um innerhalb der acht Stunden Thermik eine möglichst große Strecke zu fliegen. Hierbei erleichtert die große Ausklinkhöhe an der Winde bzw. der Start per Flugzeugschlepp den morgendlichen Einstieg in die Thermik, die zu frühen Stunden erst schwer zu finden ist. Gegen Abend kehren die Streckenflieger zurück, und das rege Treiben am Flugplatz beginnt erneut. Die Flugzeuge werde gewaschen und in Hänger oder Hangar verstaut. Übrig bleibt ein hungriger und müder Haufen, der nach Essen verlangt. Ebenso wie er angefangen hat endet der Tag mit einem Abendessen, das von einer kleinen Gruppe von Vereinsmitgliedern organisiert und gekocht wird. Bis spät in den Abend hört die man Stimmen aus dem Vereinszelt, die sich Fliegergeschichten von aktuellen oder vergangenen Tagen erzählen. Spätestens im Fliegerlager also bekommt auch der schüchternste Fluganfänger einen Draht zu allen Vereinskollegen, und kann sich stolz in die Gemeinschaft der Segelflieger aufgenommen fühlen. |
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