»Am besten direkt bei uns« – dürfen wir aufrichtig sagen, denn wir verfügen über alle notwendigen Voraussetzungen
einer Segelflugausbildung von A bis Z. Neben Luftsportvereinen im Deutschen Aero Club wie uns, gibt es noch eine
Reihe gewerblicher Flugschulen. Die fachliche Qualität steht in beiden Fällen auf hohem Niveau und unterliegt strengen
behördlichen Maßstäben. Neben den im nicht-kommerziellen Verein oft deutlich niedrigeren Kosten
(unsere Ausbildung erfolgt ehrenamtlich – mehr zu Details siehe unter »Ausbildung/Personal«) spricht allerdings
besonders die persönliche Komponente für die Ausbildung in einem Verein:
Denn gratis bieten wir noch jede Menge Spaß,
Gemeinsamkeit, Geselligkeit und Teamgeist, aber auch die mögliche Erweiterung von Sozialkompetenz, Allgemeinwissen
und handwerklichen Fertigkeiten (siehe unter »Technik/Werkstatt«).
Die Praxis:
Wir betreiben die Segelflug-Ausbildung nach bundeseinheitlichen Richtlinien als Teil der von der Bezirksregierung
Düsseldorf zugelassenen Luftfahrerschule des DAeC in NRW. Begonnen werden kann die Ausbildung bereits mit 14 Jahren,
nach deren Abschluss man frühestens im Alter von 16 Jahren den Luftfahrerschein erwerben kann. Sie gliedert sich in
der Praxis in drei Abschnitte, die in der Regel jeweils eine Flugsaison Zeit in Anspruch nehmen- dauert also in etwa drei Jahre.
Vereinfacht dargestellt handelt es sich hierbei um:
Die praktische »PPL-C-Prüfung« (Luftfahrerschein) erfolgt schließlich durch 3 Flüge mit einem amtlichen Sachverständigen. Dabei sind wir stolz darauf, dass bislang dank intensiver Schulung jeder unserer Flugschüler diese Prüfung erfolgreich absolviert hat.
Ganz oben- ganz wichtig: Die Theorie.
So wichtig wie die reine Fliegerei ist aber auch die Theorie. In den Wintermonaten unterrichten wir in den Fachbereichen:
Alle sechs Fächer werden zur Vorbereitung auf die abschließende theoretische Luftfahrerschein-Prüfung nochmals in einem Intensivlehrgang konzentriert vermittelt.
Ergänzend zu diesen Themen ist noch die Lizenz zum Ausführen des Flugfunkverkehrs (sog. »BZF-II«) für den deutschen Luftraum zu erwerben. Dieses Ausbildungsseminar wird von uns in Zusammenarbeit mit Nachbarvereinen unter der Leitung von Fluglotsen aus Düsseldorf oder Köln angeboten. Über sie sind faszinierende Einblicke in die komplexe Welt der Flugsicherung ein Kennzeichen dieses Theoriefeldes.
Infolge der Einschränkungen durch unsere Flugplatzsituation müssen wir hohe Anforderungen an die fachliche Ausbildung unserer Mitglieder stellen-
Ein Anspruch, der zwar vielleicht manchen Schritt ein wenig erschwert, uns aber immer wieder zu großen Erfolgen geführt hat.
Nicht nur, dass nach einer intensiven Aus- und Fortbildung oft sehr rasch sportliche Erlebnisse oder gar Wettbewerbserfolge zu verzeichnen sind (siehe unter den Rubriken »Urlaub/Sport«), sondern wir freuen uns auch darüber, dass wir damit oft die Voraussetzungen für die Bereitschaft zur Übernahme von Aufgaben oder Funktionen geschaffen haben.
Last but not least: Wer als Jugendlicher über die Ausbildung noch höher hinaus (ins Berufscockpit) möchte, hat bei uns natürlich nichts umsonst gelernt. Auch Studenten
technischer und naturwissenschaftlicher Fachrichtungen schätzen oft die Erfahrungen ihrer Segelflugausbildung im Laufe ihres Studiums.
Schwer zu sagen, aber für den Erlebniswert ist es geradezu geschenkt. Jedenfalls ist es nicht teurer als beispielsweise Tennis, Ski fahren oder Surfen. Wer im Verein fliegt und sich an den anfallenden Arbeiten nach seinen Kräften beteiligt, fliegt günstig. Unser Beitrags- und Gebührensystem berücksichtigt neben dem Grad der Benutzung der Vereinseinrichtungen die soziale Situation des Einzelnen. Jugendliche kommen daher beispielsweise bei intensiver fliegerischer Betätigung an Wochenenden und im 14-tägigen Schulungskurs in den Sommerferien inklusive Fluggebühren, Jahresbeitrag und Versicherungen auf durchschnittlich ca. 40 Euro im Monat.
Natürlich nicht. Segelfliegen ist ein Sport für jeden. Also fliegen auch Frauen. Klar!
An sich nicht. Segelflugzeuge sind ausgereifte technische Systeme, die unter hohen Anforderungen konstruiert, gefertigt und gewartet werden. Die Festigkeitsanforderungen sind nach internationalen Normen sogar noch höher als bei Verkehrsflugzeugen. Jedes Flugzeug wird zudem von einem vom Luftfahrtbundesamt lizenzierten Prüfer einer jährlichen sorgfältigen Kontrolle unterzogen. Die technischen Anforderungen auch an die fortlaufende Wartung sind bei weitem höher als beispielsweise bei Inspektion und der TÜV-Prüfung eines PKW. Dennoch: Ein Risiko durch menschliches Versagen lässt sich auch in der Segelfliegerei nicht völlig ausschließen. Daher stellen wir ebenso hohe Anforderungen an die Sorgfalt, das Verantwortungsbewusstsein und die Zuverlässigkeit unserer Piloten.
Manchmal ja, meistens nein. Selbstverständlich ist eine Brille wie beim Auto fahren kein Hindernis, jedoch entscheidet hierüber der Fliegerarzt. Ein turnusmäßiger Gesundheits-Check für jeden Piloten – je nach Alter nach 60, 30 oder 12 Monaten – stellt sicher, dass wir über die notwendige Fitness verfügen.
Im allgemeinen hängt es von jedem selbst ab, nach welcher Zeit er/sie den ersten Alleinflug macht. Bei Teilnahme am Wochenend-Flugbetrieb und möglichst noch an unserem Sommerflugkurs gelingt es in der Regel innerhalb der ersten Saison. Wie beim Auto-Führerschein hat dabei auch das Lebensalter, die Auffassungsgabe und das Gefühl für den Umgang mit Technik einen Einfluss auf die Dauer der Ausbildung.
Jeder Jugendliche ab 14 Jahren und jeder noch Junggebliebene bis ins hohe Alter, dem der Fliegerarzt es noch erlaubt, kann Segelflieger werden. Der Luftfahrerschein wird allerdings erst mit 16 Jahren ausgehändigt, auch wenn die Prüfung vorher schon abgelegt wurde. Er gilt unbefristet, wenn man innerhalb der letzten 24 Monate mindestens 25 Starts durchgeführt hat und der Fliegerarzt die Flugtauglichkeit attestiert.
Ja, nur heißt er Luftfahrerschein. Man bekommt ihn nach einer gründlichen praktischen und theoretischen Ausbildung, die sich in mehrere Abschnitte gliedert. Die A-Prüfung beendet den ersten Ausbildungsabschnitt mit den ersten drei Alleinflügen ohne Fluglehrer. Bei der B- und der C-Prüfung werden weitere fliegerische Fähigkeiten nachgewiesen. Erst dann steht die staatliche Luftfahrerschein-Prüfung an, die die Ausbildung abschließt. Die gesamte Ausbildung ist recht umfangreich, aber höchst interessant und wird von unserem Verein sehr ernst genommen, da sie gleichermaßen Grundlage für das eigene Fliegen, wie für die Mitwirkung an allen Aufgaben der Fliegerei ist.
Segelfliegen erfordert wie keine andere Sportart gleichzeitig individuelles Können und die Bereitschaft, sich in eine Gemeinschaft einzufügen. Einzelgänger sind daher nicht gefragt. Segelfliegen ist ein Gemeinschaftssport, bei dem viele Hände helfen müssen, damit jeder mal an die Reihe kommt. Wer nur für eine Stunde auf dem Fluggelände auftaucht, um »mal eben« zu fliegen, ist bei uns fehl am Platz. Wer aber fliegt bei uns? Leute aus allen Berufs- und Altersschichten, die Spaß an diesem Sport gefunden haben und bereit sind, genügend Zeit und Engagement mitzubringen.